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Blutegeltherapie


Blutegeltherapie

Der Einsatz von Blutegeln ist als Therapie eine bekannte, uralte Methode. So führen Aufzeichnungen und Dokumentationen zurück bis 1300 Jahren vor Christi. Blutegel wurden in Japan, China und den Babylonier vor hunderten von Jahren eingesetzt.
Der Wiener Arzt Bernhard Aschner (1883-1960) hat diese Therapieform wieder ins Leben gerufen. Zu der Zeit wurde die Blutegeltherapie immer populärer und wird auch von Chirurgen zur Unterstützung bei Mikrochirurgischen Operationsmethoden genutzt. Blutegel besiedeln nur reines Wasser und so sind die natürlichen Lebensräume für den Blutegel sehr begrenzt.
So wurden Blutegelfarmen errichtet die sich nur der Zucht dieser Heilungsfördernden Tierchen widmen.

Die heilenden Eigenschaften des Blutegels findet Anwendung bei folgenden Krankheitsbildern:

Arthrose, Angina Pectoris, Arterienverschluss, Apoplex, Diabetes Mellitus, Dysmenorrhoe, Besenreisern, Brustdrüsenentzündung, Bandscheibenprolaps, Furunkeln, Gürtelrose, Hodenentzündungen, Hämatome, Hämorrhoiden, Ischialgien, Krampfadern, Migräne, Myocardinkarkt, Myalgien, Muskelfaserrisse, Neuralgien, Plastische Chirurgie, Rekonstruktive Chirurgie, Tinnitus, Thrombosen, Venenleiden, Verstauchungen, Wadenkrämpfe, Wirbelsäulensyndrom, Weichteilrheumatismus, Zerrungen.

Die Blutegel werden direkt am Krankheitsherd angesetzt. Während die kleinen Tierchen das Blut saugen, sondern sie verschiedene Heilbringende Substanzen ab die blutreinigend, entgiftend, antithrombotisch, schmerzstillend, immunisierend, entzündungshemmend und beruhigend wirken. Außerdem hemmen sie den Gerinnungsprozess, lösen Gefäßkrämpfe und beschleunigen den Lymphstrom.



Wie verläuft die Blutegeltherapie?

Vor der Therapie sollten 1-2 Tage keine Parfümierten Salben oder Duschgels verwendet werden. Zwei Stunden vor der Blutegeltherapie wird der Blutegel in abgekochtes, kühles Wasser gelegt um die eventuellen Keime am Tier selbst zu reduzieren.
Direkt vor der Behandlung wird der Hautbereich mit warmem Wasser gereinigt. Anschließend wird das Tierchen an der zu Behandelnden Stelle sehr vorsichtig abgesetzt. Das kann mit der Hand geschehen, oder aber mit einem kleinen Glas. Um den Egel an die korrekte Stelle zu führen, sollte man einen kleinen Holzspachtel nutzen.
Der Biss des Blutegels ist sehr schmerzarm und wird meist wie ein Mückenstich empfunden. Das Tier saugt sich für etwa 20-90 Minuten fest. Während der Prozedur kann es zu leichtem Juckreiz und Pieksen kommen und die Saugbewegung des Egels ist zu spüren. Wenn sich der Blutegel mit bis zu 15 ml Blut voll gesogen hat, fällt er satt getrunken ab.
Die Nachblutungsphase, die bis zu 12 Stunden andauert, wird als therapeutisch wichtig betrachtet, da es die entstauende Wirkung erhöht und die Wunde von Keimen reinigt. Für die Nachblutungsphase sollten saugfähige, sterile Tücher bereit gehalten werden. Das Nachbluten kann recht stark sein, sodass unbedingt Ruhe nötig ist. Anschließend wird die Wunde sorgfältig verbunden. Dieser Verband muss regelmäßig gewechselt werden, und das Nachbluten sollte kontrolliert werden. Der Patient sollte sich an diesem Tage frei nehmen und Ruhen.

Wichtige Regeln für den Erfolg einer Blutegeltherapie

Die zum Einsatz kommende Menge an Blutegeln und die Häufigkeit der Therapie richten sich nach der Art der Beschwerde. Bis zu maximal acht Blutegel können eingesetzt werden. Blutegel sollten nicht an offene Wunden, Handflächen, Brustwarzen, große, oberflächliche Venen und an schlecht durchblutete Stellen des Körpers gesetzt werden.
Nachdem der Blutegel vollgetrunken abgefallen ist, muss er in einer fest verschnürten Tüte im Mülleimer entsorgt werden. Ein Blutegel darf auf keinen Fall zwei Mal angesetzt werden, da dies eine hohe Infektionsgefahr in sich birgt.

Blutegel sind äußerst sensibel und temperaturempfindlich:

Wenn der Patient sehr nervös ist, oder die Umgebung hektisch und laut, kann es sein, das ein Egel nicht beißt. Zudem sind sie sehr geruchsempfindlich, daher sollten im Vorfeld zum Beispiel keine Salben genutzt werden. Auch bei Rauchern und bestimmten Medikamenten ziert sich das Tierchen gerne. Helfen kann hier ein kleines anstechen oder pieksen der zu behandelnden Partie.
Während des Saugvorganges sollte der Patient sich ruhig verhalten, den Egel auf keinen Fall stören oder ihn vorzeitig unterbrechen. Der Blutegel fällt von allein ab, wenn er sich voll gesaugt hat. Fassen sie das Tier immer mit erhöhter Vorsicht an, vermeiden sie es den Egel zu quetschen und nutzen sie keine Hilfsmittel wie Öl, Essig oder Salz um den Blutegel abzunehmen. Wenn ein Egel zu träge ist, um sich abfallen zu lassen nachdem er satt ist, kann er mit dem Spachtel vorsichtig abgenommen werden. Dazu schieben Sie vorsichtig den Spachtel unter den vorderen Saugnapf. Bei der Blutegeltherapie ist geduld und Sorgfalt gefragt. Daher ist es ratsam immer einen geschulten Therapeuten hinzuzuziehen.

Wo sind Blutegel erhältlich?

Blutegel sind „Arzneimittel“ und in der Apotheke erhältlich

Nebenwirkungen und Risiken

Eine Blutgegeltherapie sollte mit einem erfahrenen Therapeuten durchgeführt werden. Sehr wichtig sind die Vorbereitungen und die Sauberkeit, damit sich die Bisswunden nicht entzünden. Es kann nach einer Therapie - bis zu vier Tagen später- zu einer leichten allergischen Reaktion kommen, so dass die Bisswunden anschwellen und jucken wie bei einem Wespenstich. In diesem Fall müssen eventuell Antihistamine zugeführt werden.

Erstattungsfähig durch die Krankenkasse oder nicht?



Die Blutegeltherapie wird normalerweise nicht erstattet. Bitte fragen sie bei Ihrer Kasse nach.

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Stand vom 29.05.2017